Presse

Ein Blick in das Herz des Unternehmens: Die Rollenerprobungsabteilung

Die beste Simulation kann immer noch nicht den Praxistest ersetzen. Ob das, was am Computer geplant wurde, auch hält, was es verspricht, klärt bei Dreistern das Team aus der Rollenversuchsabteilung. Anhand einer Kontrollzeichnung, auf der die wichtigen Maße des Zielprofils angegeben sind, prüfen die rund 15 Spezialisten, ob das Ziel erreicht wurde, und was getan werden muss, um das Wunschprodukt zu erreichen. Bei etwa 80 bis 100 Rollformwerkzeugen im Jahr ist für jede Menge Arbeit gesorgt.  

Doch der Aufwand lohnt sich, wie Hanspeter Grether weiß: „Bei jedem Rollenwerkzeug sind in der Regel Änderungen notwendig“, weiß der 41-jährige Schopfheimer mit einem Vierteljahrhundert Erfahrung beim Technologieführer für Profiliermaschinen. Materialeinflüsse und Richtprobleme kann eben kein Computerprogramm voraussehen. Das richtige Händchen gepaart mit einem systematischen Vorgehen sind aus seiner Sicht die wichtigsten Tugenden. Nicht zu vergessen, „die Ruhe, um sich ins Profil einzudenken“. Und das ist alles andere als selbstverständlich in Zeiten von Termindruck und knappen Fristen, sind doch die Männer im Rollenversuch die „letzten in der Kette“, die zudem auch noch Änderungen in letzter Minute möglich machen. Dabei sorgt die enge Verzahnung mit der Technischen Rollenkonstruktion dafür, dass die Erfahrungen aus den Versuchen den Konstrukteuren helfen, noch präziser und praxisnäher zu planen, und dass Ideen aus der Konstruktion schnell in der Praxis ausprobiert werden können. „Die gemeinsame Lösungsfindung“ im Erfahrungsaustausch der Dreistern-Experten der beiden Abteilungen ist für Hans-Peter Grether das Erfolgsrezept für Rollformwerkzeuge, die die Erwartungen der Kunden erfüllen.  

Ein typischer Auftrag sieht dabei so aus: Nachdem der Kunde die Bestellung lanciert hat und Profilkontrollzeichnung und Prüfplan feststehen, werden das produzierte Rollwerkzeug mit Gerüsten, Rollen und Bauteilen aus dem Lager auf eine der P3-Versuchsmaschinen aufgebaut, wobei alle wichtigen Gerüstgrößen abgedeckt sind. Und wenn es einmal etwas Besonderes sein muss, ist das auch kein Problem: „Geht nicht, gibt es nicht“,  sagt Grether über die Adaptionen, mit denen dann gearbeitet wird. Nachdem dem dann die Anlage auf die theoretischen Werte wie Walzspalt oder Materialdicke ausgerichtet ist, kann die Erprobung mit dem vom Kunden bereitgestellten Material beginnen, um etwaige konstruktive Änderungen zu ermitteln.  

Von Routine keine Spur: „Immer etwas Neues“ wartet auf Grethers Team. Zumal die langjährigen Mitarbeiter, von denen viele in der Firma gelernt haben, verstärkt auch mit Prototypen und Versuchsrollformwerkzeugen zu tun haben. „Oft geht es nur darum zu verstehen, wie sich ein bestimmter Prozess verhält“, schildert die Grether die Motivation der Dreistern-Kunden. Und auch bei der Erprobung der Werkzeuge auf den bei Kundenmaschinen in der Dreistern-Montagehalle sind die Dreistern-Spezialisten nicht wegzudenken. Hier gilt es das Zusammenwirken des Rollprofilierens etwa mit Schweiß- und Stanzprozessen in die richtigen Bahnen zu lenken, damit am Ende das perfekte Produkt steht. Kein Wunder, das einige die Abteilung als „Herz der Firma“ neben der Rollenkonstruktion ansehen.

Ein Blick in das Herz des Unternehmens: Die Rollenerprobungsabteilung

zurück zur Übersicht