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Neue Rollform-Technologien für hochflexible Rollladenfertigung

Neue Rollform-Technologien für hochflexible Rollladenfertigung
Heutige Kunden wollen immer weniger einheitliche Massenware, sondern auf ihre Wünsche zugeschnittene individualisierte Produkte. Wenn sie sich zum Kauf entschlossen haben, dann wollen sie nicht lange auf die Lieferung ihres Wunschproduktes warten. Sind sie nicht zufrieden, verliert man diese Kunden genauso schnell wie man sie vielleicht gewonnen glaubte. Das gilt auch für die Rollladenfertigung. Hersteller, die ihre Fertigung auf diese Ansprüche vorbereiten, haben die Nase vorne im Wettlauf um den Kunden.

Nicht immer gelingt es genauso gut, die steigenden Kosten, die damit verbunden sind, in den Griff zu bekommen. Dreistern stellt auf der R + T in Stuttgart ein neues Fertigungskonzept für Rollladenstäbe und Rollladenkästen vor, das hier Abhilfe schaffen könnte. In beiden Fällen handelt es sich um hochflexible Fertigungslösungen, die dank kürzester Rüstzeiten beim Produktwechsel die wirtschaftliche Fertigung kleinster Lösgroßen ermöglichen.

Profilieranlage zur Herstellung von Rollladen und Sonnenschutzprofilen
Bei bisherigen Anlagen für Rollladenstäbe dauert der Produktwechsel leicht zwei Stunden oder sogar mehr. Viele Hersteller wechseln daher überhaupt keine Werkzeuge, sondern produzieren verschiedene Produkte auf verschiedenen Anlagen. Die Anzahl an Produktvarianten ist so aber auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Anlagen beschränkt. Um flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können, reicht das häufig nicht aus. Mit einer neuen Technik lässt sich der Aufwand für einen kompletten Produktwechsel zeitlich auf ein Viertel (weniger als 30 Minuten) reduzieren. Das erfreuliche dabei ist, dass sich in der Regel auch Altanlagen nachträglich mit der neuen Technik ausrüsten lassen.

Dies ist nicht die einzige Verbesserung, die mit der neuen Technik verbunden ist. Werkzeuge heutiger Rollladenanlagen weisen eine Vielzahl an Verstellmöglichkeiten auf. Der Werkzeughersteller nutzt sie, um ein neues Werkzeug perfekt auf höchste Qualität zu trimmen. Im täglichen Produktionsalltag sind nur wenige Verstellmöglichkeiten erforderlich, um z.B. gelegentliche Materialschwankungen auszugleichen.

Im schlimmsten Fall kann sogar eine Verschlechterung der Produktqualität eintreten, wenn beispielsweise ein Maschinenbediener auf Grund mangelnder Fachkenntnisse falsche Einstellungen vornimmt. Die soll jetzt der Vergangenheit angehören. Dreistern-Werkzeuge der neuen Generation weisen nur noch solche Verstellmöglichkeiten auf, die im täglichen Produktionsbetrieb wirklich erforderlich sind. Erfahrungen aus anderen Branchen, zeigen, das sich mit diesem Schritt die Ausschussquote um mindestens 30 % senken lässt.

Auf Profiliermaschinen hergestellte Rollladenkästen
Bisherige Rollladenkästen unterscheiden sich neben ihrer Farbe nur durch eine runde oder eckige Form. Eine völlig neue Biegetechnik erlaubt jetzt, die Herstellung einer beindruckenden Vielfalt an Kastenformen. Bei eckigen Formen können die Kantenlängen beliebig und stufenlos verändert werden, bei den runden Formen gilt das gleiche für die Radien. Standardmäßig können die Kastengrößen je nach Kastengrundform im Bereich von 80 bzw.137 bis zu 310 mm angewählt werden. Optional sind sogar noch größere Kästen bis 410 mm möglich. Die Kastenlänge kann bis zu 7 Meter betragen.

Lackierte Aluminiumoberflächen sind empfindlich gegen Beschädigungen. Auf dem Weg vom Hersteller zum Endkunden lassen sich Beschädigungen auf ungeschützten Oberflächen nicht immer vermeiden. Einen Ausweg bietet Vormaterial, das mit einer Schutzfolie beschichtet ist. Die Schutzfolien durchläuft den gesamten Fertigungsprozess und wird erst am Einbauort entfernt. Das vermeidet kostspielige Reklamationen und verärgerte Kunden.

Die enorme Vielseitigkeit des neuen Anlagenkonzeptes geht nicht zu Lasten der Produktivität. Die Umrüstzeit bei einem Produktwechsel liegt im Bereich einiger wenigen Minuten. Alle 40 Sekunden verlässt ein kompletter Rollladenkasten die Anlage. Ungeduldige Kunden brauchen also nicht lange auf ihren neuen „Designer-Rollladenkasten“ zu warten. Auch der Rollladenproduzent hat Grund zur Freude. Dank der überragenden Produktivität der Gesamtanlage braucht er auch bei extrem hoher Variantenvielfalt keine Einbußen der Wirtschaftlichkeit seiner Fertigung zu befürchten.

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