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Neue Technologien für die Rohr- und Profilindustrie

Die Qual der Wahl: Laser oder Hochfrequenzschweißen

Für Rohrhersteller ist diese Frage in den meisten Fällen schnell beantwortet. Rohre aus Kohlenstoffstählen werden in der Regel mit Hochfrequenz geschweißt, Edelstahlrohre überwiegend mit Laser oder WIG. Für Profilhersteller gestaltet sich die Antwort auf die Frage nach dem optimalen Schweißverfahren wesentlich komplexer. Eine Vielzahl zusätzlicher Parameter kann die Wahl des Schweißverfahrens wesentlich beeinflussen.

Das fängt bereits bei der Profilform und der Schweißnahtlage an. Lässt die Profilform und die Schweißnahtlage überhaupt ein Hochfrequenz- Schweißen zu? Bietet das Profil ausreichend Raum für die Stauchrollen, um den erforderlichen hohen Stauchdruck auf die Schweißnaht aufzubringen? Eine weitere Frage ist die Blechdicke. Mit zunehmender Blechdicke sinkt die maximal mögliche Schweißgeschwindigkeit des Lasers. Gleichzeitig steigt die erforderlich Laserleistung und damit die Investitionskosten stark an. Beides beeinflusst extrem die Betriebskosten der Gesamtanlage. Umgekehrt kann das Hochfrequenz- Schweißen seinen größten Vorteil – die hohe Schweißgeschwindigkeit - in manchen Fällen nicht ausspielen, weil zum Beispiel integrierte Stanzoperationen die Anlagengeschwindigkeit stark begrenzen. Das Aufzählen von Einflussfaktoren lässt sich fast unbegrenzt fortsetzen. Das entscheidende Kriterium für oder gegen das eine oder das andere Verfahren liegt jedoch außerhalb rein technischer Überlegungen. Entscheidend ist die Frage, ob das Verfahren dem Produzenten mehr Marktanteile bringen kann. Auf der Messe TUBE zeigt Dreistern das Beispiel einer Anlage für einen renommierten Profilhersteller, der sich für den Laser entschieden hat. An dieser Anlage der neuesten Generation lassen sich besonders gut die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Wahl des Schweißverfahrens demonstrieren. Das Hauptprodukt, das auf der Anlage produziert wird, weist großflächige Stanzungen auf, die dicht an die Schweißnaht heranreichen. Das Erzeugen eines gleichmäßig hohen Stauchdrucks ist deshalb nicht möglich. Weitere Argumente für den Einsatz des Lasers waren die Toleranzforderungen bezüglich Profilform und Lochbilder. Auf Grund der geringen Wärmeeinbringung des Lasers lassen sich hohe Toleranzanforderungen leichter verwirklichen. Soviel in diesem Fall für den Laser spricht, soviel kann in einem anderen Fall für das Hochfrequenz-Schweißen sprechen. Ein Anlagenhersteller wie Dreistern, der beide Verfahren anbieten kann, ist deshalb ein guter Ansprechpartner, wenn man vor der Wahl Laser oder Hochfrequenz steht. Ein Besuch auf dem Dreistern-Messestand könnte sich also lohnen.

Mehrschichtverbundrohre: Neue Anwendungen gesucht

Sie haben die Korrosionsfestigkeit von Kunststoffrohren und die Druckbeständigkeit von Metallrohren. Bei diesen Eigenschaften ist es kein Wunder, dass Mehrschichtverbundrohre einen beispiellosen Siegeszug im Heizungs- und Sanitärmarkt angetreten haben.

Bereits 1984 hat Dreistern die erste industrielle Anlage geliefert. Seit dieser Zeit hat sich die Anlagentechnologie stürmisch entwickelt und Dreistern hat über 60 Anlagen in alle Welt geliefert. Inzwischen hat sich der Markt konsolidiert und zumindest in Europa besteht im Moment kaum Bedarf für einen weiteren Kapazitätsausbau. Im Gegenteil, viele Anlagen sind heute nicht voll ausgelastet. Als Folge konzentrieren sich viele Rohrhersteller darauf, die Kosten für die bestehenden Anlagen zu senken und ihre Anlagen wieder besser auszulasten. Zu beiden Ziele kann ein Anlagenhersteller wie Dreistern wesentliches beitragen. Der größte Kostenblock bei der Rohrherstellung sind die Materialkosten. Dreistern präsentiert auf der Messe TUBE in Düsseldorf eine ganze Reihe von Vorschlägen zur Optimierung einzelner Anlagenkomponenten. In Summe können solche Maßnahmen die Gesamtkosten um 5% senken. In Zeiten schwindender Renditen ist dies eine ganze Menge und zudem mit vertretbarem Aufwand zu erreichen.
Noch interessanter sind Vorschläge für neue Anwendungen, wenn diese den Rohrherstellern wieder die ersehnte Vollauslastung bescheren. Um zukünftige Potenziale der Verbundrohrtechnik zu erkennen, muss man sich gedanklich ein Stück von den klassischen Anwendungen im Heizungs- und Sanitärbereich entfernen. Neue Anwendungen stellen in der Regel auch neue Anforderungen an das Rohr. Die Variabilität heutiger Anlagen besteht praktisch ausschließlich in der Möglichkeit, Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern oder Wanddicken zu produzieren. Untersuchungen bei Dreistern haben gezeigt, dass bestehende Anlagen mit geringen Modifikationen auch Verbundrohre mit Kupfer oder Edelstahl an Stelle von Aluminium herstellen können.Der Edelstahl scheint dabei besonders erfolgversprechend. Im Bereich Dekorationsrohre oder Chemierohre könnten Mehrschichtverbundrohre eine kostengünstige Variante zu herkömmlichen Edelstahlrohren darstellen. Zusätzlich haben sie alle Vorteile, die ihnen bereits im Heizungs- und Sanitärbereich zu einer überragenden Marktstellung verholfen haben. Anlagenhersteller wie Dreistern können ihr Know-how bei der Produktentwicklung beisteuern. Der nicht immer einfache Weg zu neuen Produkten wird damit ein ganzes Stück überschaubarer. Ein erster Schritt dazu könnte ein Besuch auf dem Dreistern- Messestand sein.


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